Neue Schule

Natürlich lernt sich im Wald oder an der Werkbank manches besser, als wenn man ein Lehrbuch liest. Nur lässt sich eine Partizipialkonstruktion leider nicht so lehren, dass es „unter die Haut geht“.

Martin Spiewak (Jahrgang 1964) in der ZEIT vom 29. August 2013.

Wie lernen Kinder am besten? Foto: (c)  justaa - Fotolia.com
Wie lernen Kinder am besten? Foto: (c) justaa – Fotolia.com
Martin Spiewak rechnet in seinem Beitrag „Die Stunde der Propheten“ mit einer neuen, ganz auf neurobiologische Erkenntnisse ausgerichteten Schule ab: Er spricht den Bestsellerautoren Gerald Hüther, Jesper Juul und Richard David Precht („Vielschreiber“) schlichtweg die Wissenschaftlichkeit und ihren Theorien („Prophetien) die didaktische Relevanz ab – eine Apologie der heutigen Schule und ihrer Lehrer. Kurios: Noch vor Kurzem hatte die ZEIT Richard David Precht breiten Raum für seine revolutionären Thesen zur neuen Schule gegeben.

Hier geht es zum Beitrag auf Zeit Online >>>

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8 Comments

  1. Precht-Bashing? – Vielleicht. Aber ist er nicht einer, der anderen vordenkt, was sie wahrscheinlich seit ihrer Schulzeit zu empfinden glauben, also eher ein Art Laut-Sprecher?

    Was heute Schule braucht, ist schwierig herauszufinden, und schon gar nicht, wenn man sich auf Personen und Einrichtung beschränkt, die freilich jeder irgendwie kennt.
    Viel zu kurz kommt die Diskussion und die Evaluation jener Einflüsse, die jenseits von Elternhaus und Famile aus der Gesellschaft, den Medien, dem Markt, von der Arbeitgeberseite auf das Feld „Schule“ einwirken. Seit wann eigentlich sind Schüler, Kinder, das Ziel von Marketing-Strategien?
    Schule braucht Entwicklung, aber vor allem Ruhe und keineswegs marktschreierische Propheten.

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    1. Es wird Zeit, dass die Rufe noch viel lauter auf diesem Markt schreien. Was wir in unseren Schulen veranstalten, ist einfach nur unterirdisch zu nennen. Conny Dethloff, selbst junger Vater, hat dazu in einem ausführlichen Artikel bemerkt:
      In der Schule verlernen Schüler das Denken.
      Lange vor ihm hatte das ein Lehrer der USA in einem Buch beschrieben. Hier seine Zusammenfassung: Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen …..
      Und wenn wir uns die Mythen der Konkurrenz anschauen, dann wird uns noch weiteres klar.
      Das Bild des heutigen Schulsystem wird immer klar:
      Hier werden die jüngsten dazu abgerichtet, in der Wirtschaft gehorsam zu funktionieren. Mündige Bürger werden hier schon lange nicht mehr gebildet! Wir müssen uns also nicht wundern, warum kritische Stimmen in unserem Staat immer leiser werden, weil sie wegsterben und kaum weitere nachkommen.

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      1. Als einer, der die Schule von innen sieht und einige Jahrzehnte sehen konnte, bestehe ich auf meiner Forderung, die Schule brauche „vor allem Ruhe und keineswegs marktschreierische Propheten“!

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  2. Finde ich auch richtig. Doch dass die ZEIT so massiv für das neue Buch von Richard David Precht „geworben“ hat und ihn jetzt als „Vielschreiber“ desavouiert, das finde ich schon etwas kurios. Dir vielen Dank, liebe Petra, und viele Grüße, Ben

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  3. Ich finde es eigentlich gut, dass die unterschiedlichen Positionen Raum geben, das macht die Zeit ja öfter, gern als Erwiderungen. So können sich „Fachfremde“ vielleicht eher eine eigene Meinung bilden, als wenn man ihnen nur eine Seite serviert. Liebe Grüße
    Petra

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