Was du kaufst, bestimmen die anderen

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Je stärker vernetzt, digitalisiert und hyperkonnektiv unsere Welt wird und je mehr wir unser Leben unweigerlich online leben, desto schwieriger wird es, den neugierigen Blicken der Datamining-Spezialisten zu hinkommen. Klar könnten wir unsere Handys wegwerfen, unserer Facebook-Profile deaktivieren und unsere Kreditkarten kündigen. Aber wir wollen realistisch bleiben. Wir haben schon viel zu viel Brandwashing abbekommen, um etwas so Drastisches zu tun.

Martin Lindstrom (Jahrgang 1970) in seinem Buch „Brandwashed: Was du kaufst, bestimmen die anderen“: Frankfurt, 2012. In diesem Buch beschreibt der renommierte Marketingexperte die Praktiken der Werbestrategen, um uns zum Kauf zu verführen. Tenor: Wir werden alle von der Wiege an durch Werbung manipuliert und haben kaum Macht mehr über unsere Kaufentscheidung. Eine wichtige Rolle für die Werbewirtschaft spielt das Datamining, das unsichtbare Sammeln von Daten über die Konsumenten, um das Verbraucherverhalten zu analysieren und die Kaufentscheidung zu beeinflussen.

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4 Comments

  1. Absolut Fakt.
    Ich arbeite selbst im Verkauf. Und es ist so wie beschrieben. Der Kunde kauft das, was ihm Werbung sagt. Da werden Bücher zu Topsellern und dementsprechend positioniert. Schon ist der Kunde der Meinung, das ist ein lesenswertes Buch (die anderen kaufen es ja offensichtlich auch in Mengen). Da gibt es Bücher von Platz 1 bis 10 positioniert. Super, das muß ja gut sein.
    Irgendwann kamen die ebookreader auf. Ja, gut, ich habe auch einen (geschenkt bekommen 🙂 ). Zunächst war das Reader-Kaufverhalten sehr verhalten. Das hat sich für mich erkennbar innerhalb eines guten Jahres extrem verändert. Kaum einer muß noch nachdenken, ob er den reader wirklich benötigt. Noch zweifelnde Kunden haben lediglich ein wenig Bedenken, ob sie mit der Technik klar kommen..Bedenken, die zerstreut werden können.
    Adressensammeln: Kaum ein Geschäft, in dem ich als Kunde nicht angehauen werde: „Haben Sie eine Bonuskarte?“. Nein, habe ich nicht. Will ich auch nicht. Ich mache auch nicht bei Gewinnspielen mit.
    Natürlich kann man sich heute den ganzen Werbestrategien nicht mehr völlig entziehen. Hier hilft nur noch intelligente Eigenverantwortung und Selbst-Bewußtsein. Was mag ich, was gefällt MIR? Und das ist nicht immer das, was ich im net sehe, in den Schaufenstern und Ladengeschäften.
    Man muß herauspicken, von dem was angeboten wird……und damit sind wir immer im Netz der anderen klebenbleibend.

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    1. Sehr interessant! Das sehe ich ganz genau so. Nur reflektieren hilft – sich von den Zwängen reflektierend befreien. Herzlichen Dank für den erfrischenden wie informativen Kommentar, sagt Ben von Valeat.

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