Datamining

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Heute wurde bekannt, dass Facebook den Kurzmitteilungsdienst WhatsApp für 19 Milliarden Dollar gekauft hat. WhatsApp nutzen weltweit 450 Millionen Menschen, bei Facebook sind 1,2 Milliarden registriert. An diesem Tag erinnert Valeat an ein Zitat von Martin Lindstrom:

Datamining-Unternehmen oder „Big Brother“, wie ich sie nenne, ist es zu verdanken, dass uns ein unsichtbarer Datensammler beschattet, jedes Mal wenn wir googeln, bei Facebook einen Freund an die Pinnwand schreiben, unsere Kreditkarte benutzen, einen iTunes-Song herunterladen, uns auf unserem Handy den Weg zeigen lassen oder im Laden um die Ecke einkaufen. Er zeichnet jeder kleinste Information auf, verarbeitet und analysiert sie. Dann verkauft er sie weiter: an Einzelhändler und Marketing-Agenturen.

Martin Lindstrom (Jahrgang 1970) in seinem Buch „Brandwashed: Was du kaufst, bestimmen die anderen“: Frankfurt, 2012. In diesem Buch beschreibt der renommierte Marketingexperte die Praktiken der Werbestrategen, um uns zum Kauf zu verführen. Tenor: Wir werden alle von der Wiege an durch Werbung manipuliert und haben kaum Macht mehr über unsere Kaufentscheidung. Eine wichtige Rolle für die Werbewirtschaft spielt das Datamining, das unsichtbare Sammeln von Daten über die Konsumenten, um das Verbraucherverhalten zu analysieren und die Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Mehr zum Thema:

Was du kaufst, bestimmen die anderen

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6 Comments

  1. Vor facebook fängt es schon ganz klein an. Bei Otto-Normalverbraucher, der noch nicht einmal unbedingt im internet unterwegs ist, sich aber doch eine Menge an Daten ruhigen Gewissens abknöpfen läßt. Klar, es gibt ja Punkte. Die es gilt zu sammeln, für irgendwelche kleinen Verkaufsvorteile etc.
    Ich erlebe im Einzelhandel täglich, das praktisch jeder 2. eine sog. „Einkaufskarte“ (ich umschreibe sie, um nicht Namen zu nennen) besitzt und diese auch bei jedem Einkauf einsetzt. Jede 2. trifft die Realität nicht, ich würde eher sagen, jeder 5. hat diese nicht (positiv niedrig gegriffen).

    Facebook ist da nur eine Variante in groß.

    Ich sage nur: „Wehret den Anfängen“

    und: …“dafür ist es schon zu spät“.

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  2. Das ist ja nicht immer nur schlecht – man kann das auch zu seinem Vorteil nutzen – oder anders gesagt: viele Informationen, hätten wir nicht. Man muss halt etwas vorsichtiger Daten hoch laden bei Facebook und Co.
    Liebe Grüsse zentao

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