Wir haben nichts gewusst?

http://www.davidgegengoliath.de/
„Die Sorge um die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und unseres Heimatplaneten Erde war im Juni 1986 der Ausgangspunkt für die Gründung von David gegen Goliath. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl empfanden die Davids als eine letzte Warnung, von einem zerstörerischen Atom- und Wachstumskurs Abstand zu nehmen und volle Kraft voraus eine humane und solar geprägte Gesellschaft anzusteuern.“ Dies ist ein Zitat aus dem Klappentext der jüngst im Verlag „seitenweise“ erschienenen „Anleitung zum Einmischen“: Eine Chronik über das Engagement von Bernhard Fricke, der nach der Tschernobyl-Katastrophe auszog, um die Welt zu verändern, zunächst in München und Umgebung. Was als Bürgerinitiative im Jahr 1986 begonnen hatte, avancierte zu einem gemeinnützigen Verein, der sich „David gegen Goliath e. V. “ nennt. Fricke marschiert gegen Atomkraftwerke, Fricke blockiert einen ICE-Zug, Fricke besetzt eine Linde. Mit guten Ideen lässt sich die Welt verändern – das ist der Tenor dieses 240 Seiten starken Buchs, das 18 Euro kostet. Internet: davidgegengoliath.de

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5 Comments

  1. “Mit guten Ideen lässt sich die Welt verändern”:

    Was ist denn die “Welt”?
    Unser Planet? Die Natur? Die – göttliche – Schöpfung?
    Die materielle Ebene des Seins? Also das Geschöpfte?
    (Im Gegensatz zur schöpfenden Kraft).

    Denn Jesus Christus sagt doch: “Ich habe die WELT überwunden”.
    Und ich verstehe das so, daß er als CHRISTUS, als göttliches (Bewußt-)Sein die “Fixierung” auf die materielle (grobstoffliche) Ebene überwunden und seine wahre Heimat in der FEIN-stofflichen Ebene gefunden hat.

    “Gute Ideen” gibt es viele. Ich weiß das. Ich lebe schon 67 Jahre hier und wurde mit Mitte zwanzig auf die “Umweltverschmutzung” aufmerksam und dann auf die Literatur im Umfeld des “Club of Rome” und der “Grünen” infolge von Erkenntnissen wie in dem Buch “Ein Planet wird geplündert” oder “Die Grenzen des Wachstums”.

    1991 erkannte ich die tiefere Ursache der “Globalen Krise”, der “Welt-Problematik”, und versuchte, mit entsprechenden Institutionen darüber zu kommunizieren, vor allem dem “Club of Rome”. Ohne Erfolg. 1994 reichte ich dem Dt. Bundestag eine Petition dazu ein. Abschlägig beschieden. Es hieß, die wissenschaftlichen Fachgesellschaften würden sich damit befassen. In Wahrheit taten sie es nicht – jedenfalls nicht in der gebotenen Intensität / Tiefe.

    Ich sehe das Problem der Menschheit und des Planeten in einer “psychischen Störung”, von der die “zivilisierte Gesellschaft” befallen und beeinträchtigt ist. Die Soziologie nennt das Phänomen “Kollektive Neurose”. In Anlehnung daran wählte ich als Bezeichnung den Begriff (die) “Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose” (KZN).

    Dabei handelt es sich nicht mehr nur um eine psychische Störung im allgemein verstandenen Sinn, sondern um eine sehr komplexe Störung / Krankheit, die sich bei den Menschen mit vielen verschiedenen Symptomen zeigt. Im Grunde sind die meisten “Krankheiten”, die die Medizin kennt, nur verschiedene Symptome der EINEN – “echten”, “wahren” – Krankheit, die in der (Selbst-)Entfremdung des typischen zivilisierten Menschen besteht, in der Entfremdung / Abtrennung (“Sünde”) von seinem wahren Selbst, seinem Wesenskern, seinem wahren Sein; von dem, was er in Wahrheit eigentlich IST. Nämlich ein integraler Teil vom GE-IST = “Geist”.

    Genau genommen bedarf also “nur” die zivilisierte Gesellschaft der Veränderung bzw. bedarf die KZN der grundlegenden Heilung.

    Daß “Die Krankheit der Gesellschaft” (Dr. Wilhelm Kütemeyer, 50er Jahre) kein Hirngespinst ist, belegen die Schriften anderer Fachleute, viele davon mit Weltruf – mit an der Spitze: Erich Fromm und Wilhelm Reich, Sigmund Freud (“Das Unbehagen in der Kultur”) oder Arno Gruen (“Der Wahnsinn der Normalität”). Das sind Autoren der letzten 80 Jahre. Wir können aber auch sehr weit zurückgehen in der Geschichte und finden deutliche Hinweise auf diese Krankheit z.B. in der Bibel. Bei Moses wird sie im “Tanz um das Goldene Kalb” beschrieben. Und das “Kalb” ist ein wesentlicher – symbolischer – Hinweis auf die Ursache: Pathologische Unreife. Bei den gemeinten Menschen speziell: Geistig-seelische Unreife. Und das bedeutet auch Un-WEISHEIT (= Dummheit).

    Auch Jesus spricht – sehr konkret – die “Diagnose” aus, indem er (am Kreuz) sagt: “… denn sie wissen nicht, was sie tun.”
    Wer nicht weiß, was er tut, ist IRRE. Geistig-seelisch ver-irrt, abgeirrt.

    Ein drittes Beispiel: Im Johannes-Evangelium findet man die Worte: “Hat ihre Augen verblendet und ihre Herzen verstockt, auf daß sie nicht sehen und ich sie heile.”

    Aber die größte Überraschung war für mich zu erkennen, daß die Hl. Schriften nicht etwa ein Buch zur Religions-Vermittlung in gesunden Völkern / Gesellschaften waren / sind, sondern ein Ansatz zur grundlegenden HEILUNG der KZN. Schon die ersten Geschichten des AT zeigen – auf typische symbolische Art der Darstellung – Aspekte der Veränderung des Menschen unter der Einwirkung der KZN bzw. deren Ursprung – den ich in einer kollektiven Traumatisierung vermute, die sich vor deutlich mehr als 12.000 Jahren – evtl. auch 60.000Jahren – ereignet hat.

    Meine Erkenntnis nach 20 Jahren Arbeit an diesem Thema war, daß grundlegende Heilung in jedem Einzelfall möglich ist! Die Schritte dazu findet man in meinem Text “Wahre Heilung” auf http://www.Seelen-Oeffner.de.

    Herzlichen Gruß!

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  2. Zum Kommentar von Heureka, der von einer latenten „Kraft“ spricht, die durchschnittlich alle 50 Jahre stattfindet und sich in einer kollektiven Psychose entlädt (u.a.) fällt mir sofort die
    Kondratieffsche Theorie der Entwicklungs/Wirtschaftszyklen ein. Auch er spricht in Zeitmustern von ca. 60 Jahren.
    Sehr empfehlenswertes Buch (DER SECHSTE KONDRATIEFF v. L. Nefiodow) sowie Bücher zum Thema von Erik Händeler)und nachweislich stattfindende Zyklen der wirtschaftlichen Entwicklung, die immer gekoppelt ist mit menschlichen „Entwicklungs“zyklen – ob in gestauten und sich entladenden Psychosen und daruffolgenden Weiterentwicklungen.

    „David gegen Goliath“ s Beginn in den 80ern fällt und passt genau in den Beginn des 6. Kondratieff.

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  3. Sicher: AUCH Tschernobyl war ein „Schock“. Leider für die an (Selbst-)Entfremdung krankende zivilisierte Gesellschaft kein heilsamer Schock.
    Und leider hat es, seit die „Krankheit der Gesellschaft“ grassiert, schon sehr viele „Schocks“ gegeben.

    Wenn aber – wie im vorliegenden Fall – wesentliches Krankheitsmerkmal ist, Probleme eher zu verdrängen als ihnen auf den Grund zu gehen und zu lösen, dann gibt es einen ständig wachsenden „Problem-Stau“; wobei der Grad der Verdrängung und Entfremdung parallel steigt.

    Dieses wachsende „Problem-Potenzial“ ist eine latente KRAFT, die sich im groben Durchschnitt alle 50 Jahre in einer „Kollektiven PSYCHOSE“ einerseits entlädt, aber gleichzeitig auch – wieder – viele Menschen (neu oder wieder / tiefer) traumatisiert und damit die bestehende Kollektive NEUROSE verlängert und vertieft / verstärkt.

    Das ist ein „Teufelskreis“, eine in den Untergang weisende „Teufels-SPIRALE“, die nur durch einen Akt des konstruktiven Durchbrechens aufgehalten / gewendet werden kann. Und zwar durch die grundlegende Heilung der Neurose. Bei jedem Einzelnen. Und das ist zweifelsfrei möglich.

    „Mensch, erkenne dich selbst“ lautet das Motto des „Orakels von Delphi“. Das ist eine EWIGE Weisheit. Die gilt für gesunde Gesellschaften ebenso wie für kranke.

    Herzlichen Gruß!

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