Also kann es auch nicht überraschen, dass im Verlauf der letzten zwanzig Jahre die einzigen Personen, die einen interessanten und bedeutsamen Diskurs über den Zustand der Gesellschaft geführt haben, nicht die Berufs-Intellektuellen waren, sondern Leute, die sich für das wirkliche Leben von Menschen interessieren. Das heißt: die Schriftsteller.

Michel Houellebecq in seiner Rede, die er am 26. September in Berlin anlässlich der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises 2016 hielt, zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. September 2016

 

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Es tut mir leid, dass Sie in Ihrem Beruf Bücher lesen müssen, die Sie nicht interessieren. Das muss sehr ermüdend sein.

Schriftsteller Navid Kermani im Gespräch mit der Literaturkritikerin Iris Radisch über sein neues Buch „Sozusagen Paris“ in der ZEIT vom 22. September 2016.

Kermani erhielt 2015 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und ist jüngst für sein bürgerschaftliches Engagement im Zusammenhang mit der so genannten „Kölner Botschaft“ mit dem „Bürgerpreis der deutschen Zeitungen“ des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgezeichnet worden.

David Kermani und die Kölner Botschaft
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> Künstliche Intelligenz: Der menschliche Geist lässt ich nicht imitieren, sagt der amerikanische Informatiker David Gelernter. Das Foto wurde aufgenommen am 13. März 2016 im  Schlosspark Stammheim im Nordosten von Köln. Foto:  (c) Valeat.
> Künstliche Intelligenz: Der menschliche Geist lässt ich nicht imitieren, sagt der amerikanische Informatiker David Gelernter. Das Foto wurde aufgenommen am 13. März 2016 im Schlosspark Stammheim im Nordosten von Köln. Foto: (c) Valeat.

Ich glaube nicht, dass wir heute eine vollkommene Imitation des menschlichen Geistes aus Software herstellen können. Dafür wissen wir viel zu wenig über Geist und Bewusstsein, fassen sie noch viel zu sehr als statische Gebilde. Bewusstsein und Geist sind aber etwas, das sich fortwährend ändert, von Moment zu Moment. James Joyce und sein berühmter „Bewusstseinsstrom“ im Roman „Ulysses“ sind eine gute literarische Veranschaulichung dieser Überlegung.

David Gelernter (Jahrgang 1955) im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 26./27./28. März 2016

Wann immer man Umberto Eco lauschte, trug man ein Lächeln im Gesicht. Warum? Weil er einem erlaubte, für eine Weile in seiner Welt zu leben, die eine wunderbare Welt des Scharfsinns, des Witzes und des Wissens war. Wissen bedeutete für ihn nicht Macht, sondern Freiheit. Umberto Eco verstand Wissen als schönstes Mittel zu einer fröhlichen, freudvollen Befreiung des Menschen. Dafür habe ich ihn mehr gemocht und bewundert als für alles andere.

Orhan Pamuk zum Tod von Umberto Eco in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. Februar 2016. Hier geht’s zum Artikel im FAZ.net >>>

Umberto Eco – Internet: Schritt nach vorn?

Nachruf zum Tod von Roger Willemsen

Ein Satz von ihm bleibt haften: „Herr Güvercin, wir kämpfen an derselben Front. Heute werden Sie attackiert, morgen ich. Trotzdem machen wir weiter.“ Zuletzt hatte sich Roger Willemsen von der Öffentlichkeit zurückgezogen. Wie bei seinen Reisen und Büchern hat er sich auch beim Tod ganz auf die eine Sache konzentriert. In den Me­dien stand nichts. Ich hatte die Hoffnung, dass er wieder zurückkommt. Nun hat er uns verlassen. Er wird uns fehlen­ – Muslimen und Nicht-Muslimen.

Eren Güvercin in derFreitag, 12. Februar 2016

Zum Nachruf>>>

„Es ist wie eine Krankheit, aber ich möchte nicht von ihr geheilt werden.“

Karl Lagerfeld über seine Leseleidenschaft in der FAZ vom 23. Januar 2016 („Ich suche auch Sachen, die ich nicht suche“).
Den Beitrag von Uwe Ebbinghaus über den Büchersammler Karl Lagerfeld gibt es auch in der FAZ online >>>

Bücherstapel mit Karl Lagerfeld. Foto vom Foto aus KARL LAGERFELD | Parallele Gegensätze | Fotografie – Buchkunst – Mode | 15. Februar – 11. Mai 2014.
Bücherstapel mit Karl Lagerfeld. Foto vom Foto aus KARL LAGERFELD | Parallele Gegensätze | Fotografie – Buchkunst – Mode | 15. Februar – 11. Mai 2014, Folkwang Museum, Essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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