Straße in Freiburg. Foto: (c) Valeat
Straße in Freiburg. Foto: (c) Valeat

 
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Ich würde mir wünschen, dass er weitergeführt wird in der Tradition der Hermeneutik und der Phänomenologie und, was Heidegger betrifft, in kritischer Fortführung auch dessen, was er angestoßen hat, vor allem als Phänomenologe, also mit „Sein und Zeit“ und den Werken der Zwanzigerjahre. Kritisch, aber mit dem Bewusstsein für die wichtige Tradition, die sich mit dem Namen Heidegger verbindet.

Rüdiger Safranski im Interview mit Michael Stallknecht. Süddeutsche Zeitung, 24. März 2015.

In diesem lesenswerten Interview geht der Heidegger-Biograf Rüdiger Safranski auf die aktuelle Debatte im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der so genannten Schwarzen Hefte Martin Heideggers ein. Heidegger habe zum „intellektuellen Mob“ jener Zeit gehört, überrascht habe ihm nach der Veröffentlichung der Schwarzen Hefte Heideggers „Vulgärantisemitismus auf einer geisteswissenschaftlichen Ebene“.

Gleichwohl sei seine phänomenologische Philosophie der 1920er Jahre „genialisch“: Safranski nennt in diesem Zusammenhang Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“ und seine „Grundbegriffe der Metaphysik“. Safranski hat sich einer Petition angeschlossen, dass der einstige Lehrstuhl Heideggers an der Universität Freiburg, an der vor ihm Heinrich Rickert und Edmund Husserl gelehrt hatten, weitergeführt wird.

 

Heideggers Hütte in Todtnauberg: Hier hat Martin Heidegger sein Hauptwerk „Sein und Zeit“ verfasst.