Meine Familie war nicht reich, und keiner ging zur Psychotherapie. Ich musste schauen, wo ich bleibe, und mich selbst retten. Wie jeder erwachsene Menschen kenne ich diese Aha-Momente, in denen du dir sagst: „Hier hilft mir niemand, wenn ich’s nicht tue“. Man wird damit sein eigenes Elternteil. Und je älter man wird, umso mehr wird man zum Elternteil der Eltern – ein bizarrer Aspekt unserer Reise durchs Leben.

Reese Witherspoon, amerikanische Schauspielerin, im Interview mit der Kölnischen Rundschau, 10./11. Januar 2015. Reese Witherspoon spielt die Hauptrolle in „Der große Trip – Wild“, der am Donnerstag in die Kinos kommt.

Kinder und Computer. Foto: © Nmedia - Fotolia.com

Kinder können mit der Information aus digitalen Medien schlechter umgehen als Erwachsene, vermutlich, weil verschiedene Teilsysteme des Gehirns noch nicht ausgereift und voll funktionsfähig sind. Zahlreiche Untersuchungen bei Kindern zeigen unter anderem ein erhöhtes Risiko für schlechtere Schulleistungen, Schlafstörungen und Aufmerksamkeitsprobleme, wenn viel Zeit vor Bildschirmen verbracht wird. Pädiater empfehlen daher, Kleinkindern nicht Computern oder Fernsehen auszusetzen und bei älteren Kindern die Zeit zu limitieren. Ein totales Verbot ist aber nicht angezeigt, denn Kinder müssen natürlich lernen, mit digitalen Medien umzugehen, die ja zunehmend unser Privat- und Arbeitsleben bestimmen.

Michael Madeja (Jahrgang 1962) in WELT online vom 3. Januar 2013

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