Ich warte auf den Frühling und freue mich aufs Zwitschern. Von den Vögeln. (…)
Wir twittern als Landesregierung. Das ist ja die schöne Seite an dem Amt, man hat Mitarbeiter, die Dinge für einen erledigen. Es wäre unglaubwürdig, wenn ich das selbst tun würde. Ich bin ein Altgrieche und Anhänger langer Sätze. Ich kann noch Thomas Mann lesen.
Winfried Kretschmann (Jahrgang 1948) im Interview, sonntaz, 23./24. März 2013
Eine wachsende Gruppe von Studierenden ist den Anforderungen des von ihnen gewählten Studiengangs intellektuell nicht gewachsen. Die mangelnde Studierfähigkeit zeigt sich vor allem in der stark unterwickelten Fähigkeit, kompetent und souverän mit der (deutschen) Sprache umzugehen.
Aus einem Forschungsbericht von Gerhard Wolf, Universität Bayreuth, zitiert nach Spiegel 40/2012.
Das Phänomen ist relativ neu. Die Studenten kommunizieren auf eine Art, die dem sorgfältigen Lesen und Schreiben im Wege steht. Damit meine ich vor allem Kurznachrichten per SMS und Twitter. Die können sich kaum noch eine längere Zeit auf eine Sache konzentrieren. Ihr Manko ist ihnen bewusst, trotzdem scheint sie unser Anspruch an Sorgfalt zu nerven.
Gerhard Wolf befragte Professoren zur Studierfähigkeit der Studenten: Zitat aus Interview im Spiegel 40/2012, 1. Oktober 2012
Ich bin nicht bei Facebook, aber ich habe gerade zu twittern begonnen – und ich finde das toll. Es ist eine großartige Sache, mit so vielen verschiedenen Menschen zu kommunizieren. Twitter hat was von Kaffeehausgesprächen. Und es schafft dabei Nähe, wahrt aber auch die Distanz.
Sängerin Katie Melua (Jahrgang 1984) in Süddeutsche Zeitung, 21. August 2012, Seite 9