Postwachstumsgesellschaft

Unsere gigantische zivilisatorische Errungenschaft bewahrt man aber nur, wenn man zugleich den Ressourcenbedarf und die Vermüllung des Planeten erheblich reduziert. Und wie das geht, weiß im Augenblick niemand. Deshalb redet man auch nicht gern darüber, dass das Wohlstands- und Konsumniveau auf keinen Fall zu halten sein wird.

Harald Welzer (Jahrgang 1958), Dozent für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke im Interview mit dem Philosophie-Magazin, Ausgabe 1/2013

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Weniger ist mehr

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7 Comments

    1. Nur der Versuch einer Antwort: Wohl weil wir uns blenden lassen – von den flüchtigen Surrogaten, vom Glanz der Dinge und des Ruhms. Lieben Dank für den Kommentar, Ben von Valeat

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  1. Es wird da kein Patentrezept geben, außer dieser richtige Gedanke dringt ins Bewusstsein aller und hat Handeln nach entsprechenden Maximen zur Folge. Ich erinnere mich, dass bereits vor mehr als dreißig Jahren Schüler in den fünften und sechsten Klassen ganz vehement zur Mülltrennung aufriefen und z.B. forderten, Joghurt statt in Plastikbechern wieder in Gläsern auszuliefern.
    Eine Rechnung, was da ökologisch sinnvoller ist, will ich hier nicht aufmachen. Dafür gab’s vor rund zehn Jahren eine Studie über den „Joghurt-Tourismus“ (müsste man vielleicht mal wieder publik machen). Mich würde viel mehr interessieren, was heute eben diese Schüler in puncto Müll und Müllverwertung für richtig halten – und viel wichtiger – tagtäglich tun. Ob da nicht im Laufe der Zeit, durch Gewöhnung, Zeitdruck, Nachlässigkeit, schlechte Beispiele nicht zu vergessen, sich eine Gleichgültigkeit durchsetzt, der nicht mehr abzuhelfen ist?

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    1. Ich teile Deine Kritik. Manches, was vor 30 Jahren noch revolutionär war, ist heute eine Selbstverständlichkeit, aber insgesamt hat sich die Grundeinstellung nicht zum Besseren, zum Bewahren anstelle des Verbrauchens, gewandelt. Da haben wir was falsch gemacht.

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