Der Begriff „helfen“ ist schon irreführend. Wenn ich ein Kind überfahren habe und bringe es ins Krankenhaus, wäre es schief zu sagen, ich helfe ihm. Ich versuche sicherzustellen, dass der Schaden, den das Kind durch meine fahrlässige Fahrweise erlitten hat, so gering wie möglich ausfällt. So sollten wir es auch sehen: Wir helfen nicht den Bewohnern der armen Weltregionen, wir machen erst einmal den Schaden wieder gut. Wenn wir unseren Teil gut gemacht haben und dann noch weitermachen, erst dann kann man von „Hilfe“ sprechen.
Thomas Pogge (Jahrgang 1953) im neuen Magazin „The Germans“, Ausgabe 2, Januar/Februar 2013
So mancher ist auch zu faul, um aus seinem Leben etwas zu machen!
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So ist das. Vielen Dank!
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Welche Weltregion, welcher Schaden exakt?
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Vielen Dank für Deine Fragen. Nun kann ich nicht für Thomas Pogge antworten. Afrika wäre sicherlich eine Weltregion, ein ganzer Kontinent, der früher im Kolonialismus, heute im modernen Kapitalismus ausgebeutet wird. Aber es gibt diese Ungleichheit auch in unserem europäischen und deutschen Mikrokosmos. Schauen wir in den Süden Europas, schauen wir in den Osten. Die einen profitieren, die anderen leben in Armut. Pogges Ansatz ist nun, dass die Armen ein Recht haben. Wir verteilen keine Almosen, wir machen einen von uns angerichteten Schaden wieder gut.
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„Unser Teil“? Familie? Nachbarschaft? Stadt? Rasse? Volk? Wie findet man sein „Teil“ oder hat man mehr als eins?
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