Gott

 

Ein verständlicher Gott wäre kein vertrauenswürdiger Gott.

Nicolás Gómez Dávila

 

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Das Buch und der Spiegel: Davilas „Auf verlorenem Posten“, im Vordergrund die Ausgabe 06/2006 des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“

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4 Comments

    1. Wäre Gott für einen Menschen verständlich, wäre er per definitionem nicht Gott, sondern Mensch, so nicht vertrauenswürdig, weil er sich als Mensch Gott nennt.

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  1. Das ‚mitteleuropäische Ursprungswort von Gott ist God, vorher guot. Also: gut. Gutes ist meist verständlich, konkret und außen wie innen fühlbar.
    Dass der monotheistische Gott unverständlich ist, liegt daran, dass er nicht fühlbar ist, nicht konkret, dass man ihn genaugenommen nicht loben kann, sondern nur an ihn glauben kann. Dass der Glaube zum Gegenstand des Inhalts wird. Kurz: Er ist ein geklautes ägyptisches abstraktes Symbol, der nur das ist, was man hineindichtet. Von einem Volk, was sich damit eine Gründungsurkunde ausgestellt hat.
    Es gibt aber auch andere Religionen, die sich nicht dadurch definieren, dass man sich zuallererst beschummeln muss.
    Was für ein Schmarrn und Überheblichkeit :“Ein verständlicher Gott wäre kein vertrauenswürdiger Gott.“ So ein Spruch rechtfertigt nun alles. Kaugummiparagraph
    Das Wort Glaube ist im Mittelhochdeutschen dadurch entstanden, als man die Leute christianisieren wollte. Man forderte sie auf zu sagen ‚ich lobe Gott‘. Das wollten sie aber nicht sagen, so wie sie es zu ihren Guoten sagen konnten, weil die konkret waren. Bis man darauf gekommen ist, sie sagen zu lassen ek gelobe .. was dem heutigen Wort glaube entspricht: ‚ich glaube an Gott‘ Das galt dann als christlich.
    Oder so ähnlich. Das ist jetzt 20 Jahre her, wo ich mich damit beschäftigt habe.
    Das findet du alles, in Mittel und Althochdeutschen Lexika. Samt Quellenverzeichnisse.
    Na gut, wer sich nicht mit Althochdeutsch beschäftigen will, kann es auch mit der indischen Rig veda tun .. sanskrit oder so .. Das ist jedenfalls die Richtung aus der unsere Empfindungen kommen.
    Der Wind, der Atem, die Seele, der Hauch, der Witz, der Mensch, das Rad, die Fackel, das Geben, die Wonne. Da gibts noch mehr von praktischen Ableitungen.
    Das ist doch verständlich, oder? Eben. Weil das auch eine richtige Religion ist. Eine die man Rückführen kann auf den Ursprung. Eine die das enthält, was wir eigentlich wissen. An soetwas musst du nicht glauben, weil es sehbar ist. Es ist bar, wie barfüssig, barbusig. Es ist eben da. Vor der Nase.

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